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Hoagascht

Fotos: Rainer Köfferlein u.a.
unterstützt durch die Besemfelder Stiftung

zum Vergrößern auf das Bild klicken Hoagascht und andere Mundartformen wie Hoa(n)gart’n, Hoimgarta und Huigert bezeichnen zunächst den ländlichen Heim- oder Hausgarten. Dort, auf der Bank vor dem Bauernhaus, trafen sich die Nachbarschaft oder ein dörflicher Bekanntenkreis. Bei Musik und Tanz ruhte man nach getaner Arbeit aus, hielt ein Schwätzchen, spielte Karten und trank etwas. Die Frauen hatten nicht selten Strick-
oder Häkelzeug in der Hand. Der Hoagascht teilt damit seine Funktion mit der Kunkelstube. Diese vom Spinnrocken abgeleitete Bezeichnung für ungezwungenes Beisammensein vor allem der Dorfjugend fand ebenfalls am Feierabend statt, besonders an den langen Winterabenden. Beide tauchen denn auch vielfach in den Verboten der Obrigkeit auf. So wettert beispielsweise 1635 ein Mandat Kurfürst Maximilians I. gegen angebliche Unsittlichkeit beim "Heimgartengehen, Gunkeln und Fensterln". Trotz aller Verbote hat sich der Brauch über die Jahrhunderte hinweg erhalten. Hoagascht steht heute für eine zünftige Stubnmusi und wird besonders in der Advents- und Vorweihnachtszeit gepflegt. Für manche Beobachter ist der Hoagascht eines der letzten Biotope für nicht-kommerzialisiertes Brauchtum.


  Alfons Forstpointner-Musi

  zum Vergrößern auf das Bild klicken Monika Binner, Harfe
Sigrun Felkner, Violine
Alfons Forstpointner, Zither
Heike Fuß, Blockflöte und Okarina
Hans Hauser, Kontrabass
Dr. Ina Madlener, Klarinette
Andrea Modlmair, Hackbrett
Andrea Seitz, Gitarre
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Das Ensemble fand unter seinem Leiter Alfons Forstpointner zusammen, als dieser noch Lehrer an der bayerischen Landesschule für Blinde war. Die Mitglieder sind daher zum Teil ehemalige Schüler und Kollegen aus der Blindenpädagogik und teilweise blind. Aber auch andere Berufe, darunter professionelle Musiker, sind vertreten. Gemeinsam ist ihnen die Liebe zur Alpenländischen Volksmusik, in Bayern meist Stubenmusi genannt. Zur Grundausstattung zählen die zum Vergrößern auf das Bild klicken
Saiteninstrumente Hackbrett, Zither, Harfe, Gitarre und Bass. Das mehrstimmige freie Zusammenspiel dieser Besetzung wird dadurch erleichtert, dass traditonelle Volksmusikstücke generell in zahlreichen Spielarten überliefert werden und jede Gruppe ihr eigenes Arrangement kreiert. Diese kaum eingeschränkte künstlerische Freiheit trägt viel zur Freude des gemeinsamen Spiels bei. Das gilt in besonderem Maß für die Forstpointner-Musi, bei der öffentliche Auftritte, zum Beispiel in Pfarrgemeinden und Einrichtungen für Sehgeschädigte, nur einen geringen Anteil am gemeinsamen Musizieren ausmachen.


Sepp Eibl
Gitarre
Im Zentrum der zahlreichen Aktivitäten von Sepp Eibl steht die bayerische Volksmusik, genauer deren authentische Aufführungspraxis. Seine Auftritte führten ihn bis nach Übersee. Um für ein rechtes Verständnis des traditionsreichen Zusammenspiels zu werben, gründete er im Jahr 1979 einen Verein mit eigenem Haus, das die Aufgaben einer Volksmusikschule übernommen hat. Neben der Förderung des Nachwuchses und der Beratung von Hausmusikgruppen bemühen sich "Sepp Eibl und Freunde" auch um die zum Vergrößern auf das Bild klicken
Herausgabe von historischem Notenmaterial aus Bibliotheken und Archiven. Noch länger beobachtet Eibl die zeitgenössische Volksmusik des Alpenraums als Filmemacher für den Bayerischen Rundfunk. In der Reihe "Unter unserem Himmel" war er von Anfang an dabei und präsentierte u. a. Tobi Reiser und Wastl Fanderl. Besonders gern spielt Eibl auf einer Gitarre aus dem Besitz von Oskar Besemfelder, so auch an diesem Abend.


Programm
20.00 Uhr


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Alfons Forstpointner Musi
Bayerischer Landler Volksmusikgruppe
Begrüßung  
Wasser auf d’Mühl (Walzer) Volksmusikgruppe
Schlenkerer (Polka) Quintett (Harfe, Zither, Hackbrett, Gitarre, Bass)
Schneelahner Walzer Zither, Hackbrett, Gitarre, Bass
Alter Walzer Harfe solo
Langsamer Ländler aus Rottach   Zither, Hackbrett, Gitarre
Unkener Knödelwalzer Volksmusikgruppe
Oberlandler Figurentanz Volksmusikgruppe
NymphenburgerTafelmenuett Flöte, Violine, Gitarre
Pongauer Walzer Quintett
Ultner Hirtenpolka Volksmusikgruppe
Eisenkeilwalzer Quintett
In der Schanz (Polka) Volksmusikgruppe
Sepp Eibl
Begrüßung
mehrere Gitarrenstücke


Eintritt für das Konzert: 10 €
Ermäßigung:                    5 €


Sie erleichtern uns die Planung, wenn Sie unsere
Bestellhotline nutzen: 089/69346-201
Fax: 089/69346-299


Flyer Hoagascht 2003
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