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Gesprächskonzert
Der Komponist
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Der 1770 in Bonn geborene Musiker hat die meiste Zeit seines Lebens in Wien verbracht. Hier erhielt, nach dem frühen Tod
seiner Eltern, der Stipendiat des Kölner Kurfürsten seine musikalische Ausbildung, zunächst bei Joseph Haydn, später u.a. bei
Antonio Salieri. Dem selbstbewussten Schüler, der dem Eindruck vornehmer Geburt lange Zeit nicht widersprach, fiel es schwer,
die Autorität seiner Lehrer zu respektieren. Haydns einflussreiche Position in Wien verschaffte Beethoven Zutritt zu Kreisen
des Hochadels. Hier gewann er mehrere Mäzene, darunter das Fürstenpaar Lichnowsky. Gleichzeitig entwickelte der Klaviervirtuose
im Kampf um Anerkennung auch seiner menschlichen Qualitäten einen Widerwillen gegen die Aufforderung zum Spielen in
Gesellschaften. Als Vormund seiner jüngeren Brüder und später seines Neffen übernahm Beethoven schon früh die Rolle eines
Familienoberhaupts; die Gründung einer eigenen Familie gelang jedoch nicht. Widmungen, z. B. der "Mondscheinsonate" an eine
Klavierschülerin, und drei 1812 nicht abgesandte Briefe an eine "unsterbliche Geliebte" zeugen von diesen Bemühungen.
Ebenfalls vergeblich blieb sein Versuch, am kaiserlichen Hof eine feste Anstellung zu erhalten. Bereits um 1800 zeigten sich
erste Symptome eines Gehörleidens, das 1819 zu einer völligen Ertaubung führte. In einer von Selbstmordgedanken begleiteten
depressiven Phase verfasste er 1802 ein Testament. Seine künstlerische Produktivität scheinen diese Krisen nicht beeinträchtigt
zu haben. Zentraler Gedanke im nun folgenden "heroischen Jahrzehnt" seines Schaffens ist das Erlebnis der Tragik, die jedoch
innerhalb des Kunstwerks überwunden wird, erkennbar durch Klänge der Freude und des Triumphes. Auch eine lyrische Strömung
tritt hinzu. In der letzten Schaffensperiode ab 1813 gewann Beethoven vorübergehend nationale Popularität, die öffentlichen
Konzerte wurden im folgenden Jahr jedoch mangels Zuspruch abgebrochen. 1824 folgte sein größter und zugleich letzter
öffentlicher Auftritt. Inzwischen litt Beethoven auch an einer Lebererkrankung, der er 1827 erlag. Er ruht im Kreis weiterer
Musikergrößen auf dem Zentralfriedhof in Wien.
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Das Werk
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Im Frühjahr 1819 versandte der Musikverleger und Komponist Anton Diabelli einen von ihm geschriebenen Walzer an fünfzig
bekannte Musiker (unter ihnen Schubert, Czerny, Hummel und Liszt) mit der Aufforderung, jeweils eine Variation für eine von
ihm geplante Veröffentlichung zu |
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| komponieren. Beethoven, der bereits in seinen ersten Wiener Jahren mit einer großen Zahl von Variationen erfolgreich war, lehnte zunächst ab, vielleicht weil ihm die Vorlage zu belanglos schien. Bald jedoch besann er sich auf die Vorzüge eines solchen Ausgangsmaterials. In den folgenden Jahren bis 1823 entstanden schließlich 33 Variationen
in einer schier unerschöpflichen Ideen- und Formenvielfalt – gleichwohl wirkt alles wie aus einem Guss. Beethoven soll bei seinem letzten großen Klavierwerk in einen regelrechten Schaffensrausch geraten sein. Dennoch: Das heutige Gipfelwerk der Klavierliteratur erhielt seine Anerkennung erst um 1900 v.a. durch die zweite Wiener Schule um Arnold Schönberg. Es erweist sich damit auch als wichtiges Schlüsselwerk für die Musik des 20. Jahrhunderts.
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Der Interpret
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Der 1943 in Sydney geborene Pianist Michael Leslie trat bereits während des Studiums am Konservatorium seiner Heimatstadt mit führenden australischen Orchestern auf. Nach dem Wechsel an die Münchner Hochschule für Musik setzte er die Zusammenarbeit mit weiteren bedeutenden Ensembles fort. Sein |
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Repertoire reicht von Scarlatti bis Lutoslawski; Schwerpunkte liegen auf den großen Klavierwerken Bachs, Beethovens und Schuberts sowie dem Gesamtwerk Schönbergs. Zahlreiche Gastspiele und Rundfunkaufnahmen im In- und Ausland legen Zeugnis ab von der passionierten Hingabe an die Musik und die Spontaneität und geistige Durchdrungenheit seiner Interpretationen. Nicht der äußere Glanz, sondern die der Musik innewohnende Botschaft des Komponisten ist ihm Auftrag, Verpflichtung und alleiniger Maßstab. |
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