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Boarischer Hoagascht


Flyer im PDF-Format

Fotos vom Hoagascht

Hinterberger Stubnmusi
Sabine HeberleinBlockflöten, Harfe
Christiane Obermeyer  Harfe
Katharina ObermeyerQuerflöte, Hackbrett, und Gitarre
Franziska ObermeyerHackbrett, Gitarre
Im Inntal, nahe an der Grenze zu Tirol, liegt der kleine Ort Hinterberg, der den vier Musikerinnen ihren Namen gegeben hat. Sie studieren am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium Klassische Musik und Volksmusik. Mit
diesem Repertoire tritt die Hinterberger Stubnmusi in wechselnder Besetzung bei kirchlichen Anlässen auf und zeigt ihr Können sowohl bei öffentlichen Konzerten als auch bei privaten Feiern.
Oskar Maria Graf (1894-1967)
Oskar Graf, der 1917 den zusätzlichen Vornamen wählte, um sich von einem Kriegsmaler zu unterscheiden, kam 1894 in Berg bei Starnberg zur Welt. Seine Mutter Theresia Heimrath stammte aus einer alteingesessenen Bauernfamilie, während väterlicherseits die Vorfahren aus Salzburg vertriebene Waldenser waren. Erst der Vater Max hatte es gegen viele Widerstände,
auch seiner Familie, durch Aufbau einer Bäckerei zu Wohlstand gebracht. Vor dem brutalen Regiment des Bruders, der nach dem frühen Tod des Vaters den Familienbetrieb leitete, floh Oskar nach München. Dort schlug er sich als Hilfsarbeiter durch, genoss die Schwabinger Bohème, verkehrte in sozialistisch-anarchistischen Kreisen mit Reisen nach Berlin und zum Monte Verità und veröffentlichte expressionistische Gedichte in der Zeitschrift Aktion. Dem Militärdienst mit Einsatz an der Ostfront entkam er 1916 durch Einweisung ins Irrenhaus. Die Teilnahme an Munitionsarbeiter-Streik, Revolution und Räterepublik 1918/19 brachte ihm zwei Gefängnisaufenthalte ein. Er lebte dann mit Mirjam Sachs zusammen; ein Kind aus erster Ehe zog seine Mutter auf.

Graf entfaltet nun eine rege literarische Tätigkeit als Provinzschriftsteller, Spezialität ländliche Sachen. Mit dem Roman Wir sind Gefangene gelingt 1927 der internationale Durchbruch, mit dem bayerischen Dekameron 1928 auch der kommerzielle Erfolg. Eine Lesereise ab Februar 1933 markiert den Beginn seines lebenslangen Exils, zunächst in Wien. Hier wehrt er die literarische Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten mit dem Aufruf Verbrennt mich! ab und erlebt 1934 das Scheitern des Arbeiteraufstands. Graf weicht mit Mirjam Sachs nach Brünn aus. Ein Schriftstellerkongress in Moskau führt ihn durch die südliche Sowjetunion. Hier erfährt er vom Tod der Mutter.

1938 entsteht in Brünn das erste Buch des ihr gewidmeten literarischen Hauptwerks. Den anderen Teil schrieb er in den USA, wohin er im gleichen Jahr ausgewandert war, wie schon in der Vergangenheit mehrere Mitglieder seiner Familie. Hier starb er 1967. Graf lernte nie richtig Englisch. Berüchtigt waren seine Lederhosen, die er auch in allerfeinster Gesellschaft trug.

Monika Manz
stammt aus Niederbayern, ging während ihrer Schauspielausbildung nach New York und war dort Mitglied experimenteller Bühnen jenseits des Broadway.
In München arbeitete sie mit dem Theatermacher Kelle Riedl zusammen. Feste Engagements führten Monika Manz u. a. nach Freiburg, Konstanz, Hannover und Nürnberg. Seit 1986 lebt die Schauspielerin wieder in München, mit Auftritten auf großen und kleinen Bühnen vom Prinzregententheater und dem Volkstheater bis zum
Modernen Theater, Teamtheater und TamS. Zahlreiche Film- und Fernsehenrollen machten sie bekannt: Im laufenden Jahr spielte sie u.a. die Berta im Kinofilm Wer früher stirbt, ist länger tot oder die Lucia in der TV-Serie Eine Liebe am Gardasee. Gemeinsam mit Sarah Camp kam 2003 eine CD mit Liebesgeschichten von Lena Christ heraus. Monika Manz nennt sich selbst eine Moralische, nicht ohne Sendungsbewusstsein.


Fotos: Thomas Schwarz  
Rainer Köfferlein  

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Fotos vom Hoagascht
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Dieser Hoagascht wurde präsentiert von der Lautensänger Besemfelder-Stiftung.


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