Franz Schubert kam am 31.Januar 1797 als zwölftes Kind einer sehr musikalischen
Schulmeister-Familie zur Welt. Sein Vater lehrte ihn das Geigen-, ein Bruder das Klavierspiel.
Als Sängerknabe der Wiener Hofkapelle erhielt er einen Platz im besten Internat der Stadt, das er
1813 jedoch verlies.
Er war dann Schulgehilfe seines Vaters und zugleich Privatschüler bei Antonio
Salieri. Nach dem Ausscheiden aus dem Schuldienst 1816 verfügte er über kein nennenswertes Einkommen
mehr, denn seine Kompositionen – 1817 entstand das Duo op.162 – hatten zunächst keinen Erfolg bei
den Verlegern. Freunde und eine zeitweise Stellung als Sing- und Klaviermeister beim Grafen Esterházy
ermöglichten ihm das überleben. Der Bariton Johann Michael Vogl machte einige seiner über 600 Lieder
in den Wiener Salons bekannt, der Pianist Josef von Gahy spielte seine Sonaten und Fantasien.
Sein einziges öffentliches Konzert gab Schubert im März 1828, seinem Todesjahr.
Ernest Chausson (1855-1899)
Poème Es-Dur op. 25
Obwohl Chausson, geboren am 20. Januar 1855, schon früh Interesse für Malerei,
Literatur und Musik entwikkelte, kam er dem Wunsch seiner wohlhabenden Eltern
nach, Rechtswissenschaften zu studieren. 1879 wurde er jedoch Schüler von Jules Massenet
am Pariser Konservatorium, das er zwei Jahre später nach einem Streit mit der Jury des
Prix de Rome wieder verlies. Nun nahm er Unterricht bei César Franck, wirkte als freier Komponist
und Pianist. Sein Haus war Treffpunkt der Künstlerelite der Hauptstadt.
Gemeinsam mit Franck zählte Chausson
zum Führungskreis der von Camille Saint-Saëns gegründeten Société Nationale, deren
Generalsekretär er viele Jahre war. Zu den Freunden, die ihn auch künstlerisch inspirierten, gehörten
Claude Debussy und der belgische Geiger Eugène Ysaye, der ihn dazu drängte, das Poème, eines
seiner bekanntesten Werke, 1896 zu vollenden. Drei Jahre später starb Chausson bei einem Fahrradunfall.
César Franck (1822-1890)
Sonate für Violine und Klavier A-Dur
Der Vater Francks wünschte für seine Söhne César, geboren am 10. Dezember 1822
in Lüttich, und Joseph eine Virtuosenkarriere und vermittelte ihnen früh eine musikalische
Ausbildung. 1835 folgte ein Privatunterricht bei Anton Reicha. 1837 wechselte Franck zum
Konservatorium, wo er viele Preise gewann.
Franz Liszt, auch Schüler von Reicha, half ihm bei der
Veröffentlichung zweier Klaviertrios. Nun gab Franck seine Virtuosenlaufbahn auf, wurde Komponist
und schlug sich als Musiklehrer und Pianist, später als Organist durch. Und als einer
der Begründer der Französischen Orgelschule ist er vor allem bekannt geworden. Von 1858
bis zu seinem Tod 1890 wirkte er an St. Clothilde, wo ihm ein Instrument von Cavaillé-Coll
zur Verfügung stand. 1872 erhielt er überraschend eine Professur für Orgel am Konservatorium.
Seine wichtigsten Werke entstanden im letzten Drittel seines Lebens, 1886 die Sonate für
Violine und Klavier.
Bilder vom Konzertabend
Ausführende
Kaoru Yamamoto aus Toyama (Japan) begann im Alter von fünf Jahren mit dem Geigenunterricht.
Ihr Hochschulstudium führte sie von Tokio nach München und Freiburg. Vielfach bei Wettbewerben erfolgreich,
ist die Dozentin für Meisterkurse international gefragt. Als Solistin und Kammermusikerin tritt sie
regelmäßig in renommierten Konzertsälen der Welt und im Fernsehen auf. Webseite von Kaoru Yamamoto
Sachi Nagaki aus Mito (Japan) studierte Klavier an Hochschulen in Tokio, London
und Finnland. Sie gewann Preise in internationalen Wettbewerben und trat als Solistin
mit Orchestern u.a. in Japan, England, Russland und Finnland auf. Viel Erfolg hatte sie
auf Festivals und mit Konzertreihen an berühmten Stätten wie St. Martin-in-the-Fields (London) sowie
auf dem Chopin-Symposium in Los Angeles.