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Musical

Musical Abend

 am Donnerstag, 20. Januar 2005
   19.00 Uhr

Musical - Tradition und Trends
Musical ist die Kurzform für eine Gattung des Musiktheaters, die im anglo-amerikanischen Raum noch präziser nach Musical Comedy und Musical Play unterschieden wird. Comedy zum Vergrößern klicken
lenkt die Zuschauer eher von Alltagsproblemen ab, bei Play stehen existentielle Daseinsnöte im Mittelpunkt.
zum Vergrößern klicken Dieses typisch amerikanische Produkt hat dennoch eindeutig europäische Wurzeln: Bereits die englische Balladenoper vereinigte im 18. Jahrhundert erfolgreich Volkstümlichkeit, Gesellschaftskritik und
Evergreens. Von der deutsch-österreichischen Operette des 19. Jahrhunderts übernahm das Musical die weit entwickelte formale Struktur. Und die Broadway-Produzenten haben sich von den großen Pariser Ausstattungs-Revuen anregen lassen.
Von Anfang an war das Streben nach kommerziellem Erfolg eine wichtige Stimulanz für die Entwicklung dieser Mischgattung aus Tanz, Schauspiel und Gesang. Den jeweiligen Zeittrends gegenüber aufgeschlossen und sehr wandlungsfähig, legt das Musical Wert auf zum Vergrößern klicken
Alltagsnähe, Umgangssprache und eine schlüssige Handlung. Zunehmend treten Lichteffekte und eine sparsame Andeutung der Kulissen an die Stelle opulenter Bühnenbilder.
zum Vergrößern klicken Die Abraxas-Künstlerinnen und -künstler präsentieren an diesem Abend Balladen und so genannte "Up-tempos" aus zumeist modernen Musicals, die im Vergleich zu den klassischen Werken des Fachs (wie z. B. "My Fair Lady" oder "Kiss Me, Kate!") eine neuere Gesangstechnik erfordern und damit dem Pop-Genre sehr nahe kommen.
Viele heutige Musical-Produzenten verlangen deshalb, dass bei einem Casting ein Pop-Song vorgetragen wird. Die Abraxas-Musical-Akademie passt sich diesem Trend an und achtet darauf, dass ihre Schülerinnen und Schüler Lieder aus dem Pop-Bereich in zum Vergrößern klicken
ihr Repertoire aufnehmen. Daher wird auch der eine oder andere Pop-Song im Konzertprogramm zu hören sein.
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Für weitere Abwechslung sorgen Duette, Chorlieder und eine Step-Einlage.
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Die diesjährige Abschlussklasse besteht aus dreizehn Schülerinnen und Schüler (von anfänglich dreißig!), die Ende Mai 2005 mit dem Broadway-Musical "Working" ihre Diplomarbeit im Vollmarhaus-Theater in München präsentieren werden.

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TitelMusicalInterpretation
I'm Getting Married in the Morning "My Fair Lady", 1956
Frederick Loewe (Musik)
Alan J. Lerner (Text/Buch)
Ensemble
I Got Rhythm "Crazy For You", 1992*
George Gershwin (Musik)
Ira Gershwin (Text)
Ken Ludwig (Buch)
Stella Rothuysen
I'm Leaving You "The Life", 1997
Cy Coleman (Musik)
Ira Gasman (Text)
Nadia Tamborrini
A World Without You "Children of Eden", 1991
Stephen Schwartz (Musik/Text)
John Caird (Buch)
Robert Schmelcher
Lock at Me Now "The Wild Party", 2000
Andrew Lippa (Musik/Text/Buch)
Bea Rohner
Let Me Drown Rolf Sommer
The Life at the Party Désirée Breitenmoser
Hot Stuff Popsong, Original gesungen von Donna Summer
Giorgo Moroder (Musik)
Donna Summer (Text)
Ines Egger
Wann kann ich Dir trauen? "Kiss Me, Kate!", 1948
Cole Porter (Musik/Text)
Sam und Bella Spewack (Buch)
Günter Neumann (dt. Übers.)
Sonja Perk
Ascot Gavotte "My Fair Lady", 1956
Frederick Loewe (Musik)
Alan J. Lerner (Buch/Text)
Ensemble

   ------------ Pause------------    

Irish Step Stepptanz von Michael Kitzeder (Choreografie) Ensemble
Big Blond and Beautiful "Hairspray", 2002*
Marc Shaiman (Musik/Text)
Thomas Meehan und Mark O'Donnell (Buch)
Gina Hudson
For Your Eyes Only Popsong, Original gesungen von Sheena Easton
Bill Conty (Musik/Text)
Inci Emül
Dich kennen heißt Dich lieben "Mozart", 1999
Sivester Levay (Musik)
Michael Kunze (Text)
Bea Rohner und
Robert Schmelcher
I Wanna Be a Producer "Producers", 2001*
Mel Brooks (Musik/Text/Buch)
Christian Sollberger
I Know the Truth "Aida", 1999
Elton John (Musik)
Tim Rice (Text)
Linda Woolverton (Buch)
Jenny Schlensker
A Step Too Far Gina Hudson,
Jenny Schlensker
und Christian Sollberger

* Die Jahreszahlen beziehen sich auf die Uraufführung des angegebenen Musicals. Der vorgetragene Song wurde aber schon früher in anderen (Film-)Produktionen verwendet.

Mitwirkende
Die Abschlussklasse 2005 der Abraxas Musical Akademie, München:
Désirée Breitenmoser, Ines Egger, Inci Emül, Gina Hudson, Barbara Obermeier, Sonja Perk, Bea Rohner, Stella Rothuysen, Jenny Schlensker, Robert Schmelcher, Christian Sollberger, Rolf Sommer und Nadia Tamborrini

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Einstudierung Sologesang:
Fredericka Johns, Beela Müller, Katja Kessler, Mitchell Woodard und Haig Hartmann

Chorleitung:
Janet Friedman

Step-Choreografie:
Michael Kitzeder

Begleitung am Flügel:
Stellario Fagone und Holger Jung



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Die Einnahmen des Abends stellte die SWW den Opfern der Flutkatastrophe in Asien zur Verfügung. Auch die Künstler verzichteten auf ein Honorar. Das Geld erhielt die Unicef-Gruppe München für ihr Flutopfer-Projekt.

Die tz München-Redaktion, die mit der Unicef eine Medienpartnerschaft unterhält, stellte zu diesem Zweck Plakate und verplombte Sammelbüchsen zur Verfügung, in die 615,55 Euro an Spendengeldern eingingen.

Zusammen mit dem Honorar-Anteil und einem Aufrundungsbetrag, den die SWW zusätzlich aufbrachte, konnten der Unicef insgesamt eintausend Euro überwiesen werden.

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Bericht in der tz-Ausgabe vom 26. Januar 2005

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