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30. März 2006
Ludwig van Beethoven,
Die Violinkonzerte I
Ludwig van Beethoven
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Der 1770 in Bonn geborene Musiker hat die meiste Zeit seines Lebens in Wien verbracht. Hier erhielt, nach dem frühen
Tod seiner Eltern, der Stipendiat des Kölner Kurfürsten seine musikalische Ausbildung, zunächst bei Joseph
Haydn, später u. a. bei Antonio Salieri.
Dem selbstbewussten Schüler, der dem Eindruck vornehmer Geburt lange Zeit nicht widersprach, fiel es schwer, die
Autorität seiner Lehrer zu respektieren. Haydns einflussreiche Position in Wien verschaffte Beethoven Zutritt zu Kreisen des Hochadels. Hier gewann er mehrere Mäzene, darunter das Fürstenpaar Lichnowsky.
Gleichzeitig entwickelte der Klaviervirtuose im Kampf um Anerkennung auch seiner menschlichen Qualitäten
einen Widerwillen gegen die Aufforderung zum Spielen in Gesellschaften. Als Vormund seiner jüngeren Brüder und
später seines Neffen übernahm Beethoven schon früh die Rolle eines Familienoberhaupts; die Gründung
einer eigenen Familie gelang jedoch nicht. Widmungen, z. B. der "Mondscheinsonate" an eine
Klavierschülerin, und drei 1812 nicht abgesandte Briefe an eine "unsterbliche Geliebte" zeugen von diesen
Bemühungen.
Ebenfalls vergeblich blieb sein Versuch, am kaiserlichen Hof eine feste Anstellung zu erhalten. Bereits
um 1800 zeigten sich erste Symptome eines Gehörleidens, das 1819 zu einer völligen Ertaubung führte. In
einer von Selbstmordgedanken begleiteten depressiven Phase verfasste er 1802 ein Testament.
Seine künstlerische Produktivität scheinen diese Krisen nicht beeinträchtigt zu haben. Zentraler Gedanke
im nun folgenden "heroischen Jahrzehnt" seines Schaffens ist das Erlebnis der Tragik, die jedoch innerhalb
des Kunstwerks überwunden wird, erkennbar durch Klänge der Freude und des Triumphes. Auch eine lyrische
Strömung tritt hinzu.
In der letzten Schaffensperiode ab 1813 gewann Beethoven vorübergehend nationale Popularität, die
öffentlichen Konzerte wurden im folgenden Jahr jedoch mangels Zuspruch abgebrochen. 1824 folgte sein
größter und zugleich letzter öffentlicher Auftritt. Inzwischen litt Beethoven auch an einer
Lebererkrankung, der er 1827 erlag. Er ruht im Kreis weiterer Musikergrößen auf dem Zentralfriedhof in
Wien.
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| Die Interpreten |
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Elizabeth Hopkins erhielt ihre Ausbildung am Londoner Trinity College of Music, der Münchner Hochschule
für Musik und am Salzburger Mozarteum. Seit vielen Jahren Solopianistin und Kammermusikerin im In- und Ausland.
Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf den seit 1995 von ihr gestalteten Gesprächskonzerten.
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Boris Kucharsky wurde 1971 in Dortmund geboren. Ab 1984 Schüler an der Londoner Yehudi-Menuhin-Schule,
an der Menuhin junge Musiker aus aller Welt mit dem Ziel der Völkerverständigung versammelte. Der Geigenvirtuose
wurde ihm Lehrer und Vorbild. Weitere Studien an der Musikhochschule Köln und der Yale-Universität. Konzerte in
Europa und USA. |
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| Programm am 30. März 2006 |
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Sonate D-Dur op. 12 Nr. 1
Sonate A-Dur op. 12 Nr. 2
Sonate Es-Dur op. 12 Nr. 3
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| Bilder vom Event |
Fotos: Thomas Schwarz |
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Flyer im PDF-Format
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