Ein Gespräch mit Daw-Nitse Toure
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In der Gruppe "Lanandi" spielen afrikanische
Musikerinnen und Musiker, die beruflich im Münchner Raum leben. Wie und wann haben Sie zusammengefunden?
Vor etwa 10 Jahren waren wir noch eine kleine Gruppe und wir kannten uns zum Teil schon aus Togo. Im Laufe der Zeit haben wir dann
noch weitere Landsleute kennengelernt, die auch bei uns mitmachen wollten.
Was darf Ihr Publikum für ein Repertoire erwarten und was sind besondere Charakteristika?
Togo ist zwar ein kleines Land, mit jedoch fast vierzig unterschiedlichen Sprachen. Eine ähnliche Vielfalt findet sich in den
regionalen Musikstilen, die sich im Rhythmus stark von einander unterscheiden. Zu unserem Messertanz "Adossa", der spielerisch einen Kampf simuliert, kommen Menschen aus der ganzen Welt. Niemand hat eine Verletzung zu befürchten, trotzdem dürfen wir den in Europa mit echten Klingen nicht aufführen. Leichter haben wir es da mit dem "Takai"-Tanz, dessen Requisiten Holzstücke sind...
Ihre Musik präsentiert also nicht nur die gefällige Variante von Folklore, sondern verweist zugleich auf existenzielle Befindlichkeiten?
Ja, unsere Musik ist sehr emotional und spricht alle Sinne an. Wir singen über Themen wie Liebe und Tod, über die Schönheit der Natur und deren Gefährdung sowie allgemein über ethische Probleme und die menschliche Hoffnung.
Was bedeutet es für Sie, in Europa die Musik Ihres Landes zu spielen?
Wir leben schon lange in Deutschland und haben hier große Familien gegründet. Wenn wir unseren Kindern unsere Kultur weitergeben
wollen, müssen wir das hier tun. Musik ist ein bedeutender Teil unserer kulturellen Identität und wir können uns eine Familienfeier ohne sie nicht vorstellen. Gleichzeitig freuen wir uns, wenn andere Menschen diese Traditionen kennenlernen möchten und Gefallen daran finden.
Wie macht sich die Gruppe bekannt und wo haben Sie vorwiegend ihre Auftritte?
In erster Linie werden wir von anderen weiterempfohlen. Bei unseren Auftritten halten wir für Interessierte Visitenkarten bereit. Glücklicherweise gibt es in ganz Bayern und darüber hinaus eine Anzahl von international besuchten Folklore-Festivals. Da zählen wir inzwischen zu den Stammgästen.
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Double Drums
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Alexander Glöggler (rechts) und Philipp Jungk
beendeten ihr klassisches Schlagzeug-Studium an der Musikhochschule München bei Professor Peter Sadler mit dem Meisterklassendiplom.
Beide gingen Engagements bei renommierten Staatstheatern, Sinfonieorchestern und Philharmonikern in Bayern und Baden-Württemberg ein. Gleichzeitig traten sie regelmäßig bei bedeutenden Festspielen und Festivals in Deutschland und den Nachbarländern auf. 2006 waren sie außerdem auf Tournee in China.
Beide Künstler sind gemeinsam Mitglied mehrerer Musikgruppen sowie der von Yehudi Menuhin gegründeten Organisation "Live Music Now".
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Flyer Rhythmus-Konzert
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