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21. November 2007
Boarischer Hoagascht
Hoagascht und Kunkelstube
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Hoagascht und andere Mundartformen wie z. B.
Hoa(n)gart’n, Hoimgarta und Huigert bezeichnen
zunächst den ländlichen Heim- oder Hausgarten.
Dort, auf der Bank vor dem Haus, häufig
in der Nähe des Haupteingangs, trafen sich
die Nachbarschaft oder ein örtlicher Bekanntenkreis.
Bei Hausmusik und Tanz ruhte man nach getaner Arbeit aus, hielt ein Schwätzchen, spielte
Karten und trank etwas. Die Frauen hatten
nicht selten Strick- oder Häkelzeug in der Hand,
denn Arbeit gab es immer. Der Hoagascht rückt
damit in die Nähe der Kunkelstube. Damit war
ebenfalls zunächst eine Ortsangabe gemeint,
die sich vom Spinnrocken (Kunkel) ableitete. Im
übertragenen Sinn stand sie für ungezwungenes
Beisammensein vor allem der Dorfjugend am
Feierabend, besonders an den langen Winterabenden.
Kunkelstube und Heimgarten tauchen
denn auch vielfach in den Verboten der Obrigkeit
auf. So wettert beispielsweise 1635 ein Mandat
Kurfürst Maximilians I. gegen angebliche
Unsittlichkeit beim „Heimgartengehen, Gunkeln
und Fensterln“. Trotz aller Verbote hat sich der
Brauch über die Jahrhunderte hinweg erhalten.
Hoagascht steht heute für eine zünftige Stubnmusi
und wird besonders in der Advents- und
Vorweihnachtszeit gepflegt. Für manche Beobachter
ist der Hoagascht eines der letzten Biotope
für nicht-kommerzialisiertes Brauchtum.
Robert Valentin Hofmann liest an diesem Abend
u. a. Werke von Oskar Maria Graf (1894-1967),
Martin Donisthorpe Armstrong (1882-1974) und
Franz von Kobells Brandner Kaspar (1871).
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Schnürmann Hausmusik
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| Hans Forstner, Zither; Magdalena Mayer, Geige; Bettina
Forstner, Querflöte & Hackbrett; Anian Forstner, Geige;
Waltraud Forstner, Gitarre; Dominik Forstner, Kontrabass |
Der Name leitet sich vom Wohnsitz der Familie
in Bruckmühl her. Waltraud und Hans Forstner
konnten ihren Traum vom gemeinsamen
Musizieren erst als Erwachsene mit ihren Kindern
verwirklichen. An einem Musikwochenende
entdeckten sie die im 19. Jahrhundert vor Ort
gespielte Salonmusik, sammelten deren Noten,
und spielen sie seither in Originalbesetzung.
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| Robert Valentin Hofmann |
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Der 1950 in Augsburg geborene Schauspieler
und Tänzer studierte in Freiburg und Berlin Geschichte,
Germanistik, Soziologie und Judaistik.
1979 Jazzdance-Ausbildung
bei Percy Cubas
in Freiburg und dort ab
1982 Kontaktimprovisation
am Tanzinstitut
Bewegungsart. Schauspielausbildung
in Paris
bei Monika Pagneux
und Philippe Gaulier.
Rollenstudium an der
Ernst Busch-Schule in
Berlin. Ab 1984 Theaterengagements
in ganz Deutschland, u. a. in
Frankfurt, Münster, Heilbronn, Nürnberg,
Coburg und München. Seit 2001 Sprecher
bei ARTE sowie Unterricht und Mitarbeit bei
Rainer Unglaub und der Blindenhörbücherei
München. Soziale Arbeit mit demenzkranken
Frauen. Im Fernsehen trat Hofmann seit
1997 auf, sowohl in Serienproduktionen wie
der „Kurklinik Rosenau“ als auch in Heinrich
Breloers Dokudrama „Speer und Er“, 2005. |
Fotos vom Hoagascht
Fotos: Thomas Schwarz
Flyer Hoagascht
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