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23. Mai 2007
Dem Sommer eine Stimme geben
Ein Gespräch mit Isabelle Scheiber
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Die geborene Münchnerin ist seit vier Jahren beim Münchner Sommertheater.
Was unterscheidet Ihre von anderen Theatergruppen? – Wir sind eine freie Truppe junger, theaterbegeisterter Schauspieler und Musiker. Seit 1990 spielen wir unter Leitung der Theaterautorin und Regisseurin Ulrike Dissmann im Juli klassische Komödie im Amphitheater des Englischen Gartens.
Daher also der Name. Wie verläuft der Weg
vom Mitspielinteresse zum festen Engagement? – Das Münchner Sommertheater fördert junge, talentierte Schauspieler. Es gibt ein ganz normales Casting. Bewerber stellen sich mit einer gutgearbeiteten Rolle vor. Unsere Leiterin, Frau Dissmann, entscheidet, wer in der aktuellen Produktion die Chance hat mitzuspielen.
Wie finanziert das Münchner Sommertheater seine Aufführungen, für die kein Eintritt verlangt wird? – Unser Theater wird von einem Förderverein und einer Stiftung unterstützt. Außerdem gehen wir nach der Vorstellung mit dem Hut herum, was ungefähr die Hälfte der anfallenden Kosten deckt. Mit den Mitteln der Stiftung wurde im Jahr 2001 die denkmalgeschützte Remise der Mohrvilla zu einem reizvollen und ungewöhnlichen Theaterraum ausgebaut. Bei schlechtem Wetter finden dort die Vorstellungen des Sommertheaters statt.
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 Ramon Bessel, Sebastian Korp und Isabelle Scheiber |
Wie werden die Lieder in die Theaterstücke eingebaut? – Die Lieder entstehen während der Probenzeit. Sie sind inspiriert von musikalisch anregenden Szenen im Stück. Die Lieder sind der unumstrittene Höhepunkt jeder Inszenierung des Münchner Sommertheaters. Unsere Lieder thematisieren alles Menschliche, Lust und Leid, wie es auch im Theater dargestellt wird. Sie spannen einen Bogen vom Lustigen zum Ernsten: Sie sind witzig, aber kein Kabarett, poetisch, aber mit Augenzwinkern, amüsant und dennoch |
tiefgründig. Seit zwei Jahren treten wir mit einem Programm dieser Lieder, auch losgelöst von den Theaterstücken, auf. Sowohl von den Hörspielversionen der Inszenierungen als auch von den Liedern gibt es hochwertige Höraufnahmen auf CD. Sie sind bei den Vorstellungen, im Buchhandel oder auch über unsere Website (www.muenchner-sommertheater.de) zu beziehen.
Was spielen Sie in diesem Jahr? – Wir spielen den „Eingebildeten Kranken“ von Molière. Premiere ist am 6. Juli um 21.00 Uhr. Wir freuen uns schon wieder auf zahlreiche Zuschauer – und Zuhörer!
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Programm
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- „Eine Hälfte der Bevölkerung“ Pygmalion (Shaw)
- „Männer, Männer, Männer“ Pygmalion
- „Mascha, Sonja, Dunja, Olga“ Die Heirat (Gogol)
- „Erst wenn man wirklich weiß, was man will“ Heirat
- „Heiraten, heiraten, heiraten“ Der Geizige (Molière)
- „Kommt einen Gott wie mich“ Amphitryon (Kleist)
- „Wozu ward der Mann geschaffen“ Amphitryon
- „Lasst das Seufzen, lasst das Klagen“ Viel Lärm um
nichts (William Shakespeare)
- „Wer sein Glück erst dann erkennt“ Tartuffe (Molière)
   * * * * * * * * * * * * P A U S E * * * * * * * * * * * *
- „Geld regiert die Welt!“ Der Geizige
- „Moral kann ich mir gar nicht leisten“ Pygmalion
- „Man muss sich mit dem Leben“ Bunbury (Wilde)
- „Seit vor undenklichen Zeiten“ Der zerbrochne Krug
(Heinrich von Kleist)
- „Die Kochkunst ist von allen schönen Künsten“
Der Geizige
- „Iwan Kusmitsch, Iwan Kusmitsch“ Die Heirat
- „Es lässt der Herbst schon“ Bunbury
- „Wie hat sich mir verdunkelt“ Viel Lärm um nichts
- „Ist das Leben krumm und kraus“ Pygmalion
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Flyer im PDF-Format
Fotos vom Münchner Sommertheater
Fotos: Thomas Schwarz
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