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6. Juni 2008
Griechischer Abend
Griechische Küche
Charakteristika der griechischen Küche leiten sich von der geografischen Lage am Mittelmeer und der jahrhundertelangen Türkenherrschaft ab. Daher findet man viele gleiche Gerichte mit zum Teil unterschiedlichen Bezeichnungen (Gyros statt Döner). Eine Hauptrolle spielen Meeresfrüchte, bei den Gewürzen Oregano, Rosmarin und Thymian, sodann Oliven(öl), Zucchini und Auberginen sowie beim Fleisch Schaf, Ziege und Schwein.
Die bekanntesten Beilagen sind das Knoblauch-Joghurtgericht Tsatsiki und das weiche Pitta-Fladenbrot. Die Speisen werden bevorzugt im Backofen und auf dem Holzkohlengrill (sta Karvouna) zubereitet. Die griechische Küche würzt im Gegensatz zu anderen Balkanländern nicht scharf, aber bei den Nachspeisen häufig sehr süß, zum Beispiel mit Honig. Der Anisschnaps Ouzo darf nicht fehlen.
Die Küche der SWW serviert an diesem Abend einen Vorspeisenteller (Orektiká) mit Tsatsiki, Oliven, gebratenen Zucchini,
Melitzanosalata (Auberginencreme), Taramosalata (Fischrogensalat) und Pittabrot. Als Hauptgerichte bieten wir Gyros im Pittabrot, Hirines Brizoles (gegrilltes Schweinekotelett) und frischen Fisch, ebenfalls vom Holzgrill, an. Weiterhin gibt es ein Pittabrot, belegt mit Spinat und Schafskäse, sowie Jaurti me meli ke karidia (Joghurt mit Honig und Walnüssen). Zum Nachtisch lassen der Grießkuchen Revani und ein griechischer Kaffee mit Ladokulura (Olivenöl-Sesamgebäck) die Herzen der Gäste höher schlagen. Als passende Begleitung zu diesen Speisen stehen selbstverständlich Retsina, der leicht geharzte trockene Weißwein, außerdem Rotwein, Fassbier, Ouzo sowie genügend nicht alkoholische Getränke bereit.
Tänze der Griechen aus Pontos
Pontos Euxeinos, das gastliche Meer, nannte man in der Antike aufgrund der regen Schifffahrt das Schwarze Meer und seine gebirgige Südküste in der heutigen Türkei, aus der die christlichen Pontos-Griechen 1923 vertrieben wurden. Um ihre Kultur zu bewahren, schlossen sich viele zu lokalen Vereinen zusammen in einem europäischen Dachverband.
Neben Sprache, Liedern und Bräuchen werden vor allem die pontischen Tänze gepflegt, die meistens im 2/4-, 5/8-, 7/8- und 9/8-Takt gespielt werden. Bei diesen Reigen in kurzer Schrittfolge folgen die Beine beim Tanzen oft einem anderen Takt als der Körper. Berühmt sind zwei Tänze, die mit dem Gott Dionysos in Verbindung gebracht werden: Trygona, bei dem die Bewegungen der Arme und Beine das Sammeln und Treten der Weintrauben symbolisieren, und der Tanz Kotsari. Dieses pontische Wort bezeichnet den Widder, das dem Dionysos heilige Tier. Die schnellen, federnden, beidfüssigen Bewegungen der Akteure erinnern an die brünstigen Bocksprünge zum Frühlingsbeginn, in dem der Weingott besonders verehrt wurde – feiern wir gleichfalls!
Der Musikverein „Philharmonia“
hat sich zum Ziel gesetzt, griechische Musik (sowohl Klassik als auch Volksmusik) in Deutschland sowie deutsche Musik in Griechenland zu fördern. Sein Griechischer gemischter Chor, auch mit deutschen Mitgliedern, wurde 1989 gegründet.
Er widmet sich besonders byzantinischen Hymnen, alten Volksliedern, Rembetika und Liedern zeitgenössischer Komponisten. Leiter ist seit einem Jahr Michalis Amanatidis.
Seine Eltern stammen aus Pontos. Er war Mitglied der Prager Musikgruppe Akropolis, unterrichtete in Thessaloniki, studierte Gitarre und Jazz und tritt häufig mit Jannis Kallias auf.
Der auf einem Auge blinde Künstler zeichnete das obige Musikerportrait auf Braillepapier.
Weblinks:
www.philharmonia.de
www.pontos-griechen.de
www.kyprios.de
Flyer als PDF
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Fotos vom griechischen Abend
Fotos: Thomas Schwarz (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)
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