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12. und 13. März 2008
Starkbierfest mit der Höhenrainer Sechsermusi
Claus Obalski liest Texte von Elisabeth Obalski-Hüfner
und deftige Geschichten von Ludwig Thoma
Salvator-Ausschank am Nockherberg
Braumeister Frater Barnabas Still überreicht dem bayerischen Kurfürsten Karl Theodor einen festlich geschmückten Humpen Starkbier mit den Worten „Salve pater patriae“ – diese Szene auf dem Bierkrug und dem Flaschenetikett zeigt die beiden Persönlichkeiten, die die Erfolgsgeschichte des berühmten Salvator-Biers begründeten. Denn der aus der Oberpfalz stammende Laienbruder war 1773 aufgrund seiner Braukünste in das Münchner Paulanerkloster berufen worden und hatte hier die Grundrezeptur des kräftigen, untergärigen Doppelbock-Biers mit dem typisch malzigen Geschmack entwickelt. Und der Kurfürst gewährte 1780 dem Kloster das allgemeine und uneingeschränkte Schankrecht, denn ihr „Sankt-Vater-Bier“ hatten die Mönche zuvor lediglich am Namensfest ihres Ordensgründers Franz von Paula als Almosen an Bedürftige ausschenken dürfen.
Eduard Ille, Ende 19. Jh.
Nach der Säkularisation war es dann Franz Xaver Zacherl, der die zwischenzeitlich gesunkene Qualität des Starkbieres wiederherstellte. Nach dem Erwerb der Brauerei kämpfte er über dreißig Jahre mit den Behörden, die ihm für sein gehaltvolleres Produkt keinen höheren Preis als für gewöhnliches Bier zugestehen wollten. Erst Ludwig I. entschied 1837 diesen Streit, „da dieses Bier als Luxusartikel zu betrachten ist“.
1891 lieferte der Volkssänger Jakob Geis zum Starkbier-Anstich in der Fastenzeit erstmals eine witzige Ansprache, als Bußprediger Barnabas in Kutte trat zuerst Max Grießer 1992 auf. Dieses Politiker-Derblecken hat durch die regelmäßige Fernsehübertragung auch bundesweite Bekanntheit erlangt. Dazu trägt ebenso das anschließende Singspiel bei, in dem die politische Prominenz in der Gestalt von Doppelgängern ihr närrisches Treiben auf der Bühne offenbart. Am Nockherberg gilt aber in erster Linie: Dabeisein ist alles!
Höhenrainer Sechsermusi
2004 wurde diese Blasmusikbesetzung aus der Musikkapelle Großhöhenrain ausgegliedert: Josef Mangstl (Leitung am Mittwoch sowie Flügelhorn), Bettina Meixner (Leitung am Donnerstag und Flöte), Dominik Forstner (Trompete), Georg Haager (Tuba), Richard Haager (Baryton), Leonhard Kogler (Flügelhorn), Theresa Kogler (Klarinette), Klaus Meindl (Tenorhorn), Martin Stacheter (Schlagzeug).
SWW-Bierausschank
Wir servieren das traditionsreiche Salvator-Starkbier der Brauerei Paulaner, die unser Fest auch in diesem Jahr großzügig unterstützt.
Claus Obalski
... stand seit Dieter Dorns Lulu-Inszenierung 1977 auf vielen Bühnen, ist durch seine Fernsehrollen (Komödienstadel, Ludwig Thoma: Die kleinen Verwandten) bekannt geworden, spielte beim Wiesenanstich den Franz Beckenbauer und macht seit 2002 auf dem Nockherberg beim Singspiel mit, in der Rolle der Ulla Schmidt 2002/06.
Elisabeth Obalski-Hüfner
Neben deftigen Texten von Ludwig Thoma (1867-1921) liest Claus Obalski Texte seiner in Schäftlarn-Ebenhausen lebenden Mutter (geb. 1928), die Franz Ringseis von den Turmschreibern als „die bayerischste aller Mundartdichterinnen“ beschrieb, „wenn man darunter das bayerische Herz versteht, das Wärme strahlt und Humor aufscheinen lässt.“
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Fotos vom 12. März 2008
Fotos: Roland Astor, Kunigunde Thiess
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Fotos vom 13. März 2008
Fotos: Roland Astor, Rainer Köfferlein
Flyer im PDF-Format
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