Version für sebehinderte Menschen
Textversion
english flag Logo SWW
Fotografien von Monika Prem

Poetischer Alltag – Menschen in München

Eröffnung am Herbstfest der SWW
Samstag, 8. Oktober 2005, 11.30 Uhr

Fragen an Monika Prem
Wie sind Sie Fotografin geworden? Wie sind Sie Fotografin geworden? Weil meine Eltern bereits Fotografen waren, habe ich mich zunächst für andere Bereiche der Gestaltung interessiert. Letzlich bin ich jedoch durch die Freude am Fotografieren und eine Fachausbildung doch wieder in dieser Branche gelandet.

Warum die sehr lange Berufspause? Warum die sehr lange Berufspause? Ich sah die Kindererziehung ebenso wichtig an wie meine Berufstätigkeit. Ich spürte, dass ich mich der Fotografie und der Familie nicht mit der gleichen Intensität widmen konnte, wie ich das wollte. Mein Mann, der Maler war, und die Künstleratmosphäre in unserem Haus eröffneten für mich neue anregende Möglichkeiten. Da habe ich dann die Prioritäten anders gesetzt.

"Ich erfasse meine Motive in Licht, Schatten und Struktur ganz intuitiv aus der Beobachtung heraus. Was sich dann noch inhaltlich, formal und farblich ergibt, fällt mir durch mehr oder weniger glückliche Umstände zu."

Wie kamen Sie mit der großen Familie zurecht?
Ich bin die Sache ganz pragmatisch angegangen und habe mich von meinem Gewissen leiten lassen. Für mich haben pädagogische Ratgeber keinen so großen Stellenwert, weil sie häufig gewissen Moden folgen. Ich spüre bei der Erziehung der Kinder eine große Verantwortung. Denn Versäumnisse auf diesem Gebiet lassen sich später nur noch schwer ausgleichen.
Sehen Sie das als sechzehnfache Großmutter heute noch genauso?Ich fühle mich dadurch bestätigt, dass meine Kinder, die durch diese Überzeugungen geprägt worden sind, gut mit dieser Erziehung zurechtkamen und unser Verhältnis noch heute sehr entspannt ist. Eine entscheidende Rolle spielt auch das Leben aus dem Glauben, der die dazu notwendige Kraft verleiht.
Und fiel Ihnen der neue Berufseinstieg leicht? Der Einstieg erfolgte nicht auf einen Schlag. Inzwischen hatte sich auf dem Gebiet der Technik ja einiges getan und ich musste mit den neuen Geräten und Möglichkeiten erst einmal zurechtkommen. Gleichzeitig habe ich mit der inzwischen üblichen Farbfotografie angefangen. Ich konnte alte Kontakte wiederbeleben und der Erfolg kam dann eher unspektakulär.
Biografische Daten
1939 geboren in Hamburg, die Kriegsjahre verbringt die Familie in Tirol. Aufgewachsen in München. Dort Besuch der Grundschule und der Rudolf-Steiner-Schule.
Fotolehre mit abschließender Gesellenprüfung.
Studium am Institut für Bildjournalismus bei Hans Schreiner. Freiberuflich tätig als Bildjournalistin, u. a. für das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung und das Fotomagazin Magnum.
1964 Heirat mit dem Kunstmaler Heimrad Prem, sieben Kinder. Sehr lange Berufspause.
1995 Wiedereinstieg als freiberufliche Fotografin in München.
Ausstellungen
1997Altenheim Schwabing
Krankengymnastikpraxis Scheerschmidt
1998Chirurgische Privatklinik Bogenhausen
2000Einrichtungshaus Böhmler im Tal
Forum der Christengemeinde
Südbayerische Wohn- und Werkstätten
für Blinde und Sehbehinderte gGmbH
2001Galerie Walter Bischoff, Berlin
2002Galerie Klaus Lea, Schwabing

Die ausgestellten Fotoarbeiten entstanden zwischen den Jahren 1996 und 2003. Die Bilder können erworben werden (ohne Rahmen/ Passepartout), eine Preisliste liegt aus.



zurück